
Lohnt sich das überhaupt?
Ein Recruiting-Film kostet ab 3.000 €. Eine Stellenanzeige auf einem großen Portal kostet je nach Laufzeit einige hundert bis über tausend Euro — und ist danach weg. Der Vergleich ist trotzdem nicht so eindeutig, wie ein Filmemacher gern behaupten würde.
Vergleich
Was die beiden unterschiedlich gut können
Die Stellenanzeige erreicht, wer sucht. Sie ist ein Angebot an Menschen, die gerade auf einem Portal filtern. Das funktioniert und ist unersetzlich — solange es genug Suchende gibt.
Der Film erreicht, wer nicht sucht. Er läuft dort, wo jemand abends scrollt, ohne eine Bewerbung im Sinn zu haben. Das ist der Teil des Arbeitsmarkts, an den eine Anzeige nicht herankommt — und in vielen Berufen ist das inzwischen der größere Teil.
Daraus folgt: Sie ersetzen einander nicht. Der Film macht die Anzeige besser, weil er in ihr eingebettet werden kann. Eine Anzeige ohne Film bleibt Text zwischen dreißig anderen Texten.
Rechnung
Die Rechnung, ehrlich gemacht
Ein Film für 3.000 € ist keine einmalige Ausgabe für eine Stelle, sondern läuft in der Regel ein bis zwei Jahre über mehrere Ausschreibungen. Aufgeteilt auf sechs Stellen in zwei Jahren sind das 500 € pro Ausschreibung — zusätzlich zur Anzeige, nicht statt ihr.
Interessant wird die Zahl erst im Vergleich zur unbesetzten Stelle. Was eine offene Position Sie pro Monat kostet, wissen Sie besser als ich: entgangene Aufträge, Überstunden im Rest des Teams, im Zweifel eine Personalvermittlung, die üblicherweise 20 bis 30 Prozent des Jahresgehalts als Provision berechnet. Gegen diese Zahl sind 3.000 € meist klein.
Was ich Ihnen nicht seriös sagen kann, ist eine allgemeine Kosten-pro-Bewerbung. Die hängt daran, wie konsequent der Film ausgespielt wird — und das liegt nicht bei mir.
Gegenanzeige
Wann ein Film die falsche Investition ist
Vier Fälle, in denen ich abrate:
- Sie haben kein Budget für die Ausspielung. Ein Film, der nur auf der Karriereseite liegt, wird kaum gesehen. Ohne einige hundert Euro Mediabudget im Monat bleibt er wirkungslos — sparen Sie sich beides.
- Es geht um genau eine Stelle, und zwar schnell. Drei Wochen Produktion plus Ausspielzeit sind langsamer als eine gute Anzeige und ein Anruf im Netzwerk.
- Das Problem ist nicht die Sichtbarkeit. Wenn Bewerber kommen, aber nach dem Vorstellungsgespräch abspringen, liegt es an Bezahlung, Schichtmodell oder Führung. Ein Film macht das sichtbarer, nicht besser.
- Niemand im Team will vor die Kamera. Dann entsteht ein Film mit der Geschäftsführung als einziger Stimme — und genau der wirkt bei Bewerbern am schlechtesten.
Fazit
Kurz gefasst
Wenn Sie dauerhaft in einem engen Markt suchen, mehrere Stellen im Jahr besetzen und bereit sind, den Film auch auszuspielen: dann rechnet er sich, meist schon im ersten Jahr. Wenn eines dieser drei Dinge nicht zutrifft, bleiben Sie bei der Anzeige.
Was so ein Film konkret enthält und kostet, steht unter Recruiting-Film und Preise.
Kontakt
Unsicher, welcher Fall Ihrer ist?
Schildern Sie mir die Ausgangslage. Wenn ein Film bei Ihnen nicht das richtige Mittel ist, sage ich das — das kostet mich einen Auftrag und Ihnen spart es 3.000 €.